Allianz Zentrum für Technik 
AZT Automotive GmbH

Kompetenzzentrum der Allianz für Automobiltechnik, 
Reparaturforschung, Weiterbildung und Schadenverhütung

Das Allianz Zentrum für Technik wurde 1932 als Materialprüfstelle zur Untersuchung technischer Schäden gegründet. Im Jahr 1971 erweiterte Prof. Max Danner das Institut um den Geschäftsbereich Kraftfahrzeugtechnik. Seit 2007 firmiert der Geschäftsbereich als eigenständige GmbH unter dem Namen AZT Automotive GmbH.

Als Forschungsinstitut der Allianz Deutschland AG untersucht das Allianz Zentrum Fragestellungen aus den Bereichen Kraftfahrzeugtechnik und Straßenverkehrssicherheit.

Ziele der Aktivitäten sind:

  • Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Schadenprävention
  • Verringerung der Schadenkosten in der Fahrzeugversicherung durch Schadenvermeidung, verbessertes Crashverhalten, erhöhte Reparaturfreundlichkeit und wirtschaftliche Reparatur- und Kalkulationsverfahren

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AZT Crash Tests

Unter der Federführung des AZT wurden Crashtest Standards entwickelt, die heute in vielen Märkten weltweit die Versicherungskosten neuer Fahrzeugmodelle beeinflussen.

Sie simulieren leichte bis mittelschwere Unfälle und zeigen das Crashverhalten, die geometrische Kompatibilität und die Reparaturkosten von PKW auf. Unter dem Namen RCAR Strukturtest und RCAR Bumpertest (www.rcar.org) sind sie weltweit Benchmark für die Fahrzeughersteller und werden von den Versicherern für eine objektive Prämienermittlung bei neuen Fahrzeugen genutzt. Auf diese Weise entsteht ein Anreiz für die Hersteller, Autos reparaturfreundlich zu bauen.



RCAR Strukturtest Front bei 15km/h. Copyright AZT Automotive GmbH

In unserer hauseigenen Crashbahn können wir Fahrzeuge und Komponenten im Geschwindigkeitsbereich bis 50 km/h testen.

Neben internen Tests führen wir Aufträge von OEM, GDV, Zulieferern und Prüforganisationen durch.

 



RCAR Bumpertest Heck bei 10km/h. Copyright AZT Automotive GmbH

“Mit der Entwicklung der Crashteststandards hat das Allianz Zentrum für Technik maßgeblichen Einfluss auf das Crashverhalten moderner PKW bei kleinen und mittleren Aufprallgeschwindigkeiten. Dadurch werden unnötige Reparaturkosten vermieden. Dies reduziert letztlich die Unterhaltskosten für die Fahrzeuge.”

Dr. Christoph Lauterwasser,
Geschäftsführer AZT Automotive GmbH

Schadenprävention und Verkehrssicherheit

Weltweit sterben nach Aussagen der Weltgesundheitsorganisation jährlich mehr als 1,2 Millionen Menschen im Straßenverkehr. Bis zu 50 Millionen Menschen werden verletzt.

Seit über 40 Jahren begleitet das AZT die Entwicklung der Verkehrssicherheit und trägt durch Forschung und Präventionskampagnen zu mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer bei.

Aktuelle Themen sind unter anderem:

Wir arbeiten eng mit der Unternehmenskommunikation der Allianz Deutschland AG zusammen und nutzen unterschiedliche Formate von der Pressemeldung über den Allianz Autotag für Experten und Journalisten bis zu speziellen Formaten wie kindgerechten DVDs. 

Reparaturforschung

Ein hoher Anteil der Schadenkosten in der Autoversicherung sind Reparaturkosten. Das AZT untersucht und begleitet neue Entwicklungen in den Bereichen Lack und Karosserieinstandsetzung mit dem Ziel fachgerechte und wirtschaftliche Reparaturlösungen zu fördern.

Anhand der Reparatur realer Fahrzeugschäden untersuchen ausgebildete REFA-Experten (www.refa.de) nach etablierten Industriestandards Reparaturzeiten und Materialverbräuche. Die Zeitstudien werden sowohl im AZT als auch in unabhängigen externen Werkstätten durchgeführt. Ziel der Untersuchungen ist es Grundlagen für die korrekte Kalkulation von Fahrzeugschäden zu ermitteln.

Das Allianz Zentrum für Technik pflegt eine Reihe von Kalkulationssystemen und Kalkulationshilfen:

  • AZT Lackierkalkulationssystem zur Feststellung der Lackierkosten
  • AZT Caravan und Motorcaravan-Kalkulationssystem
  • Kalkulationshilfen für Ausbeularbeiten, Kunststoffreparatur und Spot Repair

Diese sind am Markt über die Kalkulationssoftware mehrerer Anbieter für die Nutzer verfügbar. Wir kooperieren unter anderem mit Audatex, Autovista International AG, DAT und CAB. Die Kalkulationssysteme werden insbesondere von Sachverständigen, Werkstätten, Allianz Gesellschaften und anderen Versicherern genutzt.

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Das AZT Lackkalkulationssystem

Seit seiner Einführung im Jahr 1977 hat sich das AZT Lackkalkulationssystem zum führenden herstellerunabhängigen internationalen Standard für die Kalkulation von Lackierarbeiten entwickelt. Es ist heute in mehr als 35 Ländern weltweit im Einsatz, Tendenz steigend.

Die bei der Instandsetzungslackierung aktuell gebräuchlichen Materialien und Methoden bilden die Basis dieses Lackkalkulationssystems. Neue Fahrzeugmodelle werden regelmäßig eingepflegt und die Werte werden aktualisiert. Neue Materialien und Methoden werden überprüft und entsprechend ihrer Marktbedeutung berücksichtigt.

Der Anwender dieses Systems erhält:

  • Einfach und schnell alle nötigen Arbeitszeit- und indizierten Aufwandsinformationen
  • Kalkulationswerte für die im System erfassten Pkw-, Geländewagen- und Transportermodelle
  • Eine zum jeweiligen Reparaturumfang passende Lackierzeit in Stunden
  • Zugleich die anfallenden aktuell gehaltenen Lackiermaterialaufwände in der jeweiligen Landeswährung

Im AZT Lackkalkulationssystem sind über 4000 Modelle abgebildet. Jährlich werden weltweit mehr als 10 Millionen Lackierarbeiten mit dem System kalkuliert.

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Weitere Informationen zum Lackkalkulationssystem

 

Unfallforschung

„Aus Schaden wird man klug“ sagt ein altes Sprichwort. In Unfallforschungsprojekten im Allianz Zentrum für Technik werden Informationen aus Fahrzeugschäden im Detail analysiert. Wir arbeiten eng mit  wissenschaftlichen Einrichtungen (insbesondere der Hochschule München und der Technischen Universität München) zusammen. Zu den Kooperationspartnern gehören Fahrzeughersteller, Automobilzulieferer genauso wie die weltweiten Partner des Research Council for Automobile Repairs.

Anhand repräsentativer Stichproben aus versicherten Schäden lassen sich wertvolle Informationen zu Unfällen und Schäden gewinnen. Zum Beispiel können Unfallabläufe, die Häufigkeit bestimmter Unfalltypen oder Vermeidungspotentiale erforscht werden. Die Erkenntnisse dienen in vielfältiger Weise der Schadenprävention und der Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr.

Die Untersuchungen umfassen unter anderem:

Die Ergebnisse fließen nicht nur in die Produktentwicklung der Allianz Gesellschaften ein, sondern werden auch von Fahrzeugherstellern in der Fahrzeugentwicklung und Systemoptimierung von Fahrerassistenzsystemen genutzt.

Über unternehmensübergreifende Arbeitsgruppen und EU-Projekte fließen die Ergebnisse auch in neue Teststandards für Fahrerassistenzsysteme ein (u.a.: http://www.rcar.org/). 

 

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Weiterbildung Sachverständige

In der Allianz Deutschland AG sind über 400 Kraftfahrzeug-Sachverständige tätig, die Schadenfälle begutachten, Schadenkalkulationen erstellen und in technischen Fragen Ansprechpartner für Kunden, Geschädigte und Werkstätten sind. Die Allianz unterhält damit eine der größten Sachverständigenorganisationen der Branche.

Die Entwicklung bei Schäden in der Kraftfahrzeugversicherung zeigt, dass sich Aufgabengebiete und Themen, mit denen sich Sachverständige in der täglichen Praxis auseinandersetzen müssen mit dem technologischen Fortschritt stark gewandelt haben und weiter wandeln werden. Neue Materialien, Antriebskonzepte und steigende Digitalisierung im Fahrzeug erfordern detailliertes fachliches Knowhow, das fortlaufend aktualisiert werden muss.

Über ein umfassendes Weiterbildungsprogramm sind Allianz Kfz-Sachverständige eng mit der Forschung im Allianz Zentrum  für Technik vernetzt. Neueste Erkenntnisse von AZT Crashtests, Ergebnisse aus Praxisstudien zur Reparaturmethodik sowie die aus der Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie gewonnenen Informationen zu Fahrzeugtechnik und –elektronik fließen kontinuierlich in die Schadenbeurteilung ein. Dadurch wird ein direkter Transfer des Know-hows aus der Forschung in die tägliche Schadenbearbeitung für unsere Kunden gewährleistet.

Neben der engen Zusammenarbeit im deutschsprachigen Raum mit den in Österreich und in der Schweiz für die Allianz tätigen Sachverständigen, bietet das Allianz Zentrum für Technik „Train the Trainer“ Programme für internationale Allianz Gesellschaften in englischer Sprache und tauscht sich auf gemeinsamen Veranstaltungen aus.

“Mit dem engen Zusammenspiel zwischen dem Allianz Zentrum für Technik und den Kraftfahrtsachverständigen wollen wir eine kompetente technische Bearbeitung der Schäden gewährleisten, die den hohen Anforderungen der modernen Fahrzeugtechnik gerecht wird.”

Rüdiger Hackhausen, Leiter Fachbereich Schaden der Allianz Versicherungs-AG / Geschäftsführer AZT Automotive GmbH

RCAR

Das Allianz Zentrum für Technik ist Gründungsmitglied des Research Council for Automobile Repairs (RCAR). RCAR ist eine globale Vereinigung versicherungsnaher Forschungszentren, die zu mehr Fahrzeugsicherheit, höherem Diebstahlschutz, besserer Reparaturfreundlichkeit und verbessertem Crashverhalten beitragen. RCAR Mitglieder sind derzeit 25 Zentren in 19 Ländern auf fünf Kontinenten (www.rcar.org). 

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Deutsche Kommission für Lack und Karosserieinstandsetzung

2005 wurde im Allianz Zentrum für Technik in Ismaning die Deutsche Kommission für Lack und Karosserieinstandsetzung ins Leben gerufen. Die Kommission ist mit Vertretern aus allen Bereichen der Unfallinstandsetzung besetzt.

Ziel des Gremiums ist es, die Handlungsfähigkeit aller am Unfallreparaturgeschäft Beteiligten, angesichts neuer technologischer Herausforderungen, auch in Zukunft sicher zu stellen. Zu diesem Zweck spricht die Deutsche Kommission für Lack und Karosserieinstandsetzung Handlungsempfehlungen aus, die als Basis für eine fachgerechte und wirtschaftlich sinnvolle Unfallinstandsetzung dienen.

Die Deutsche Kommission für Lack und Karosserieinstandsetzung setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Allianz Versicherungs-AG; Audatex Deutschland; AZT Automotive GmbH (AZT); Bundesfachgruppe Fahrzeuglackierer (BFL); Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kraftfahrzeugwesen e.V. (BVSK); DEKRA e.V.; Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT); Autovista International AG; Generali Versicherungen; Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV); Gesellschaft für Technische Überwachung mbH (GTÜ); Institut für Fahrzeuglackierung (IFL); Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung e.V. (IFL e.V.); Kraftfahrzeugtechnisches Institut und Karosseriewerkstätte GmbH & Co KG (KTI); Schaden-Schnell-Hilfe GmbH (SSH); EurotaxSchwacke GmbH; TÜV Süd; Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA); Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK); Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V.; Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK); Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik (ZKF).

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Beschlüsse

Anfahrt und Kontakt

Adresse:

AZT Automotive GmbH
Allianz Zentrum für Technik
Münchener Straße 89
85737 Ismaning 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Bushaltestelle:
Ismaning, Wasserturmstraße

Nächste S-Bahn Station S8:
Ismaning (15 Minuten Fußweg)

Impressum

AZT Automotive GmbH
Allianz Zentrum für Technik

Geschäftsführer 
Dr. Christoph Lauterwasser 
Rüdiger Hackhausen

Münchener Straße 89 
85737 Ismaning

Stand: 11.2017

Telefonnummer: +49 (0)89 3800 0

Telefaxnummer: +49 (0)89 3800 6336 
E-Mail Adresse: azt@allianz.de

Sitz der Gesellschaft: Ismaning, Landkreis München 
Registergericht: Amtsgericht München, HRB 7935

Für Umsatzsteuerzwecke: USt-IdNr.: DE 811 151 011