Symbolbild, KI generiert
Oktober 2026
Neue regulatorische Anforderungen, wachsendes Umweltbewusstsein der Kunden und höhere Anforderungen durch Stakeholder in der Kfz-Reparaturbranche verlangen eine immer detailliertere Offenlegung von Emissionen. Für Versicherer, Werkstätten und Ersatzteillieferanten ist das eine Herausforderung, denn standardisierte Emissionsdaten für einzelne KFZ-Ersatzteile gibt es bislang nicht und der Zugang zu den relevanten Details der Hersteller fehlt.
Unser neu entwickeltes Verfahren kombiniert methodische Bestandteile zweier unabhängiger Schätzpfade zu einer belastbaren Ensemble-Triangulation:
Empirisch validiert wurde das Verfahren exemplarisch an einer PKW-Vordertüre, einem der am häufigsten involvierten Bauteile bei Kollisionsreparaturen, anhand der Daten von 50 verschiedenen Fahrzeugmodellen und rund 180 OEM-Nachhaltigkeitsberichten.
Zentrale Ergebnisse
In der Praxis ermöglicht das Verfahren eine portfolioweite Scope-3-Emissionsanalyse über verschiedene Fahrzeughersteller, Bauteiltypen und Materialien hinweg. Es genügen Informationen zu Bauteilmasse und groben Materialklassen für aussagekräftige Emissionswerte – Daten, zu denen viele Branchenakteure bereits Zugang haben.
Das AZT-Ensemble-Verfahren schließt damit eine methodische Lücke für alle nachgelagerten Akteure der automobilen Wertschöpfungskette. Die Ergebnisse zeigen zugleich: Standardisierte Emissionsfaktoren und eine bauteilbezogene Offenlegungspflicht – vergleichbar mit der EU-Batterieverordnung – wären ein weiterer wichtiger Schritt für Kreislaufwirtschaft und fundierte Reparaturentscheidungen.